Gemeinde Röhrmoos Gemeinde Röhrmoos Gemeinde Röhrmoos
Rathaus
S-Bahnhof Röhrmoos
Sigmertshauser Weiher
Pfarrheim
BILD1126
Johannes-Neuhäusler-Schule
Feuerwehr Röhrmoos
Gregor-Märkl-Grundschule Röhrmoos
Biberbach
BILD1093
Bauhof
Ortsschild
Röhrmoos
Mariabrunn
Burgkindergarten
Aussicht vom Rathaus
Riedenzhofen
BILD1173

Ortsteil

Einwohnerzahlen

  • 1888: 305
  • 1997: 1059
  • 2004: 974
  • 2016: 778

Schönbrunn wird um 800 erstmals in den "Freisinger Traditionen" als "Prunna" erwähnt. In den nächsten Jahrhunderten finden noch viele urkundliche Erwähnungen statt. Vor und auch während der Hofmarkzeit waren meist begüterte oder privilegierte Münchner Familien im Besitz von Schönbrunn.

1675 hatte das Dörflein 6 ganze Höfe, einen halben Hof sowie 4 Söldner und Taglöhner. Es hatten aber auch noch mehrere Höfe aus der Umgebung ihren Zehent an die Hofmarksherren von Schönbrunn abzuliefern. Schlimm kam es für die ganze Gegend von Augsburg bis Freising und somit auch für Schönbrunn im 30-jährigen Krieg. Eine Chronik berichtet: "Anno 1632 sind in Schönbrunn mehrere Personen umkumben". Die Dorfkirche (Hl. Kreuz) wurde 1723/24 neu erbaut.

Das Schlossgut kam 1802 auf die Gant. Auch anschließend wechselten die Besitzer mehrmals. 1861 wurde es dann für 75.000 Gulden an Gräfin von Butler verkauft. Diese sehr sozial eingestellte Frau engagierte sich für die Pflege
von Behinderten und holte zu diesem Zweck Ordensschwestern nach Schönbrunn. Ab diesem Zeitpunkt änderte sich die Struktur Schönbrunns von den privaten Höfen und Anwesen weg immer mehr zu den Anstaltseinrichtungen hin. Das damals überall zu beobachtende Höfesterben brach auch über Schönbrunn herein.

Ab 1857 verschwanden der Lenzbauer, der Droschl, der Karlbauer und der Scharlbauer. Von einigen anderen Höfen blieben nur noch "Restgütl". Der "Huberbauer" verkaufte 1893 und erwarb den "Uzhof" in Rudelzhofen. Von den großen Höfen in Schönbrunn blieb nur noch der "Sedlbauer" übrig.

Die Felder und Wiesen sowie die Hofstellen der aufgebenden Bauern erwarb zum Großteil die Anstalt.
Wie schon erwähnt, hat sich seit der Übernahme von Schönbrunn durch die Gräfin Butler im Jahre 1861 und der in diesem Zusammenhang entstandenen Ordensgemeinschaft "Kongregation der Dienerinnen der Göttlichen Vorsehung" die Anstalt Schönbrunn primär der Betreuung behinderter Menschen gewidmet. Die Geschichte
der Anstalt war immer geprägt vom Fleiß der Schwestern und dem umsichtigen Wirken der Direktoren. Heute (1997) ist Schönbrunn in der Erzdiözese München und Freising die größte Einrichtung zur Betreuung behinderter Menschen. Der Wandel in Kirche und Gesellschaft machte auch in der Anstalt Schönbrunn Umstrukturierungen notwendig.

Das Franziskuswerk wurde geschaffen. Die offizielle Bezeichnung lautet: "Franziskuswerk Schönbrunn
gemeinnützige GmbH für Menschen mit Behinderung". Alleinige Gesellschafterin ist der Orden. Das Franziskuswerk Schönbrunn stellt sich heute als eine Gesamtheit von Einrichtungen dar, die sich die Betreuung und Pflege, Erziehung, Förderung und Beschäftigung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit geistiger und mehrfacher Behinderung zur Aufgabe gemacht haben. In der Hilfe für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung
steht als oberstes Ziel: Dem behinderten Menschen zu helfen, sein Leben zu bewältigen und ihm ein sinnvolles Leben zu ermöglichen. Dazu bietet das Franziskuswerk Schönbrunn einen Ort zum Leben und Wohnen, ein Förderangebot entsprechend der Behinderungsart und dem Entwicklungsstand, schulische Bildung, sinnvolle Arbeit,
Beschäftigung und Freizeitgestaltung sowie eine optimale pflegerische und medizinische Versorgung. Schönbrunn hat stets nach dem Grundsatz gearbeitet: "Soviel Normalität wie möglich, und soviel Hilfe wie nötig".


Die Blaskapelle Schönbrunn, in der Betreute, Betreuer und Bürger der Gemeinde Röhrmoos zusammen spielen, ist ein Beispiel für gelungene Integration. Schon seit ca. 27 Jahren verschönt diese beliebte Kapelle Festlichkeiten im ganzen Landkreis und darüber hinaus.


In vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Landkreisen, mit Verbänden, Politikern und Behörden will das Franziskuswerk Schönbrunn seine Erfahrungen und Vorschläge zur Lösung der anstehenden sozialen Probleme in der Behindertenhilfe einbringen. Nach dem Vorbild und den Idealen des heiligen Franz
von Assisi will das Franziskuswerk Schönbrunn in der Vielfalt seiner Einrichtungen den Menschen mit einer geistigen und mehrfachen Behinderung einen überschaubaren Lebensraum bieten; der behinderte Mensch soll als Geschöpf Gottes fachgerecht und zeitgemäß betreut werden.


Die Einrichtungen im einzelnen:
Schönbrunner Wohnstätten (Wohnen-Freizeit-Therapie)
Johannes-Neuhäusler-Schule (Private Schule zur individuellen
Lebensbewältigung, Heilpädagogische Tagesstätte,
Integrationskindergarten)
Schönbrunner Werkstätten (Anerkannte Werkstatt für Behinderte,
Förderstätte)
Schönbrunner Betriebe (Handwerksbetriebe, Dienstleistungsbetriebe)
Akademie Schönbrunn (Fachschule für Heilerziehungspflege,
Heilerziehungspflegehilfe und Fachschule für Altenpflege - staatl.
anerkannt, Institut für Fort- und Weiterbildung)