Gemeinde Röhrmoos Gemeinde Röhrmoos Gemeinde Röhrmoos
Rathaus
S-Bahnhof Röhrmoos
Sigmertshauser Weiher
Pfarrheim
BILD1126
Johannes-Neuhäusler-Schule
Feuerwehr Röhrmoos
Gregor-Märkl-Grundschule Röhrmoos
Biberbach
BILD1093
Bauhof
Ortsschild
Röhrmoos
Mariabrunn
Burgkindergarten
Aussicht vom Rathaus
Riedenzhofen
BILD1173

Ortsteil

Einwohnerzahlen

  • 1888: 200
  • 1997: 1203
  • 2004: 1260
  • 2016: 1575

Geschichte

Die zur Zeit erforschte Geschichte von Großinzemoos beginnt im Jahre 779. Den Freisinger Kirchenbüchern ist zu entnehmen: „Der Edle Meginolt hat am 17.06.779 dem Bischof Aribo von Freising ein Betkirchlein in seinem freien Eigentum Inzemoos übergeben.“ In anderen Urkunden treten Edle von Inzemoos noch im 12. Jahrhundert auf. Auch in Urkunden des nahen Klosters Indersdorf ist der Ort häufig erwähnt.
Um 1580 kommt der Ort als Hofmark zu Weilbach und 1759 dann zu Odelzhausen. Auch die niedere Gerichtsbarkeit wurde von den Hofmarksherren dieser Orte ausgeübt.
1810 wurde das Landgericht Dachau in 51 Steuerdistrikte eingeteilt, darunter war auch Großinzemoos. Um eine bestimmte Größe zu haben, wurden Großinzemoos noch die Orte Straßbach, Häusern, Riedenzhofen und Kleininzemoos zugeteilt.
Bei einer weiteren Reform 1818 wurden diese Orte von Großinzemoos wieder weggenommen. Großinzemoos war dann eine eigenständige Gemeinde bis zur letzten Gebietsreform.
1972 schloss man sich mit Röhrmoos zusammen. Anhand alter Pläne kann man feststellen, dass Großinzemoos jahrhundertlang ein Ort war, in welchem die meisten Höfe, Anwesen und Häuser entlang der Hauptstraße standen. Mit Ausnahme einiger Handwerker und Taglöhner war die Bevölkerungsstruktur früher rein landwirtschaftlich geprägt. Ab ca. 1960 setzte auch hier das „Höfe- und Anwesensterben“ ein. Ackerbau betreiben nur noch einige Landwirte (zum Teil mit Sonderkulturen).
Die Nähe des Bahnhofes Röhrmoos dürfte der Hauptgrund für eine rege Wohnbautätigkeit gewesen sein, welche hier von ca. 1965 – bis heute zu verzeichnen ist.
Die Hausbrunnen wurden um 1965 durch Wasser aus der zentralen Wasserversorgung Röhrmoos (heute Alto-Gruppe) ersetzt. Seit ca. 1967 gab es in Großinzemoos eine öffentliche Kanalisation. Das Abwasser wurde in einem Erdklärbecken gereinigt (heute Druckleitung nach Dachau).
1950 hat sich die männliche Jugend mit Röhrmoos zu einem Fußballverein zusammengeschlossen. Als größere Vereine sind hier noch zu erwähnen der 1876 gegründete Veteranenverein und der 1963 wiedergegründete Schützenverein Jagabluat.
Laut der mündlichen Überlieferung wurde die Großinzemooser Feuerwehr um 1913/14 zu einer fest organisierten Vereinigung. Seit Dezember 1993 existiert sie nicht mehr.
Die ehemalige Großinzemooserin Anni Biechl wurde 1959 und 1960 deutsche Meisterin im 100-m-Lauf. Bei der Olympiade in Rom gewann sie die Silbermedaille mit der 4 x 100-m-Staffel.
Die Kinder gingen von 1799 – 1879 nach Röhrmoos zur Schule, dann bekamen sie in Großinzemoos ein eigenes Schulhaus. Dieses besuchten bis 1913 auch die Sigmertshauser Kinder. Mitte der dreißiger Jahre bis 1947 gingen die Inzemooser Kinder wieder nach Röhrmoos in die Schule. Die letzte Schulreform brachte dann das endgültige Aus für die Schule Großinzemoos. Die Kinder besuchen jetzt die Grundschule in Röhrmoos.
Das Schulhaus in Großinzemoos wurde 1989 abgerissen. Auf dem Gelände wurde bald darauf der Kindergarten errichtet.
Die Kirche von Großinzemoos ist St. Georg geweiht. Um 1990 wurde sie innen und außen renoviert. Die Freilegung der alten Holzdecke mit der gediegenen Bemalung und die Rekonstruierung der Seitenaltaraufbauten hat dem Aussehen des Kircheninnern eine sehr positive Veränderung gebracht.
1996 wurde an der Frauenhofner Straße der Gemeindefriedhof eingeweiht.
Im Jahr 2000 wurde ein Teilstück der Frauenhofner Straße bis zum Friedhof geteert.
In den Jahren 2006 bis 2009 fanden umfangreiche Erneuerungs- und Verbesserungsmaßnahmen im Bereich der Kanalisation statt.
Seit 2008 wird das Abwasser aus Großinzemoos zum Klärwerk Dachau gepumpt.
2008/2009 Die Kreisstraße wird von Großinzemoos bis Strassbach neu gebaut. Gleichzeitig entstand entlang der neuen Straße ein Geh- und Radweg nach Markt Indersdorf.
2009 Erschließung des neuen Baugebietes am nordöstlichen Ortsrand.
2012/2015 Am nordöstlichen Ortsrand entstand eine neue Siedlung (Obere Läng/Drosselweg).
2015 Der Schützenverein "Jagabluat" hat seine, 1967/68 erbaute Schießanlage vom Saal des Landgasthofes Brummer in die aufgelassene Kegelbahn verlegt. 12 moderne Schießstände wurden dort installiert.