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Bauhof
Ortsschild
Röhrmoos
Mariabrunn
Burgkindergarten
Aussicht vom Rathaus
Riedenzhofen
BILD1173

Ortsteil

Einwohnerzahlen

  • 1888: 305
  • 1997: 1059
  • 2004: 974
  • 2016: 778

 

Geschichte

Schönbrunn wird erstmals zwischen 804 und 808, zur Zeit Kaiser Karls des Großen, als Prunna in einer lateinischen Urkunde genannt. Prunna bedeutet so viel wie "am Quell, Quellwasser oder Brunnen". Der Zusatz "Schön-" ist nicht ursprünglich. Schönbrunn als Ortsname taucht erstmals um 1225 auf. Bs ins 19. Jh. hinein prägten Adel und Patrizier die Siedlung. Nach dem Aussterben des Ortsadels der Schönbrunner lässt sich die Bürgerfamilie Ridler seit 1385 als Grundherr nachweisen. Den Riedlers folgten die Münchner Rats- und Bügermeisterfamilien Ligsalz seit 1520 und Pfundmair seit 1649, Sie wohnten, wenn sie sich zu Jagdzeiten in Schönbrunn aufhielten, in einem mittelalterlichen Wehr- und Wohnturm, der im 15. Jh. urkundlich belegt ist. Spätestens zur Errichtung des Schlosses Schönbrunn um 1688 wurde dieser Turm abgerissen und neu verbaut.
Von 1674 bis 1716 und von 1777 bis 1830 besaß die neuadelige Familie von Schmid Schloss und Dorf Schönbrunn. Ein Spross der Familie, Kaspar von Schmid, war einer der bedeutendsten Staatsmänner Kurbayerns, der die kurbayerische Innen- und Außenpolitik nach dem Dreißigjährigen Krieg unter den Kurfürsten Ferdinand Maria und Max Emmanuel leitete. Die Familie von Schmid konnte durch ihre Nähe zum Kurfürsten weitere Anwesen in der Umgebung aus Staatsbesitz und auch Gerichtsrechte über ihre Bauern erwerben. Man spricht hier von Hofmarksrechten.
1716 erheiratete sich Franz Xaver von Unertl die Hofmark von Schönbrunn. Unertl war als Geheimratskanzler und Konferenzminister an allen wichtigen außenpolitischen Entscheidungen beteiligt.
1764 ist Joseph Graf Piosasque de Non, der 1754 die älteste Tochter von Franz Xaver von Unertl heiratete, Mitinhaber von Schloss und Hofmark Schönbrunn. Nach seinem Tod ging der Besitz nach Rechtsauseinandersetzungen mit der Familie der Freiherren von Schmid wieder in deren Besitz über. Die von Schmids gingen jedoch in Konkurs und in der Folge wechselten die Besitzer bis 1862 häufig.
1862 erwarb Viktoria von Butler-Clonebough zu Haimhausen für 75.000 Gulden das heruntergekommene Schlossgut und den Scharlbauernhof für die "Association der Dienerinnen der göttlichen Vorsehung", um eine allgemeine Erziehungs- und Ausbildungsanstalt für Mädchen, kombiniert mit einer Anstalt für "geistig und leiblich arme Individuen" weiblichen Geschlechts, einzurichten. Das damals überall zu beobachtende Höfesterben brach auch über Schönbrunn herein und viele Hofstellen der aufgebenden Bauern wurden zum Großteil von der damaligen Anstalt übernommen.
Die "Association", aus der später die noch heute in Schönbrunn ansässigen Franziskanerinnen von Schönbrunn hervorgingen, gab dem Ort eine völlig eigene Prägung. Denn in den vergangenen über 150 Jahren entstand in Schönbrunn das Franziskuswerk Schönbrunn, eine Einrichtung für Menschen mit und ohne Behinderung, das sich heute in Trägerschaft der Viktoria-von-Butler-Stiftung befindet, genauso wie die meisten Liegenschaften des Ortes. Heute bestimmt die Einrichtung mit ihren großen Gebäuden das Ortsbild von Schönbrunn. In den kommenden Jahren wird sich Schönbrunn weiter verändern: Im Hinblick auf die UN-Behindertenrechtskonvention wird die Vitkoria-von-Butler-Stiftung das Dorf erneut verändern. Ziel ist es, den Charakter eines Behindertendorfes aufzulösen, damit Schönbrunn mit seinen Arztpraxen, Physiotherapie, Läden und Wirtschaften für Menschen mit und ohne Behinderung attraktiv ist.
2013/2014 Auf dem Gelände des Franziskuswerkes wurden Wohncontainer für Asylbewerber aufgestellt.
2015/2016 Die Außenrenovierung der Dorfkirche ist nun nach vielen Jahren weitgehend abgeschlossen.
2016 Das W5 Bürgerhaus wurde in Betrieb genommen.